
„Altersdurchmischtes Lernen – als Rezept von (Klein)schulen?“
Tagung zum grenzüberschreitenden Forschungsprojekt der PH Vorarlberg
Ist altersdurchmischtes Lernen für alpine Kleinschulen eine sinnvolle Lösung? Darüber diskutierten 120 Fachpersonen aus der Schweiz und aus Vorarlberg bei einer Tagung an der Pädagogischen Hochschule Graubünden.
Im grenzüberschreitenden Forschungsprojekt Schule im alpinen Raum arbeiten die Pädagogischen Hochschulen Vorarlberg, Graubünden, St. Gallen und Wallis zusammen. Aus den Projektregionen beteiligen sich über 40 Schulen. In Vorarlberg sind die zehn Volksschulen des Hinteren Bregenzerwaldes in das Projekt eingebunden. Finanziell unterstützt wird das Projekt aus dem EU-Programm Interreg IV.
Dass altersdurchmischtes Lernen kein Allerweltsmittel gegen die demographischen Probleme alpiner peripherer Schulen ist, wie es Rektor Johannes Flury der PH Graubünden in seiner Begrüssung formulierte, ist offensichtlich. Die Chancen, aus der Not eine Tugend zu machen, sind jedoch vielfältig, wie verschiedene Studien zu dieser auch in städtischen Regionen getesteten Unterrichtsform belegen. Im Hauptreferat der Tagung erläuterte denn auch Bea Zumwald vom Institut für Lehr- und Lernforschung der PH St. Gallen den über 120 anwesenden Fachpersonen aus Vorarlberg und der Schweiz die Zwischenergebnisse ihrer breit angelegten Forschungsarbeit. Tendenziell konnten bisher mindestens gleichwertige Leistungen im Versuchsmodell der Grund- und Basisstufe gegenüber dem herkömmlichen Schulmodell festgestellt werden. Auch sei die Akzeptanz von den direkt Beteiligten, Eltern und Lehrpersonen, sehr gross.
Konkrete Erfahrungen aus dem altersdurchmischten Schulalltag erfuhren die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops, wo auch ein gegenseitiger Austausch der teilweise von weither Angereisten, über die Grenzen hinweg, möglich war. Denn die Tagung richtete sich in erster Linie an die Partnerschulen des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „Schule im alpinen Raum“, das gemeinsam von den Pädagogischen Hochschulen Graubünden, St. Gallen, Vorarlberg und Wallis seit 2009 durchgeführt wird.
Mehr zum Projekt erfahren Interessierte auf der Projekthomepage www.schulealpin.org